An der Albert-Schweitzer-Realschule plus Mayen fand ein Projekt mit
kunsttherapeutischer Begleitung durch Julia Schengel Kunsttherapeutin in
Ausbildung der Caritas PSZ statt. Das Angebot richtete sich an Kinder der
Orientierungsstufe, die mit ihren Familien nach Deutschland zugewandert sind.
Ziel des Projektes war es, einen geschützten Raum zu schaffen, in dem die
Kinder emotional gestärkt wurden und positive Erfahrungen von
Selbstwirksamkeit machen konnten.
Im Mittelpunkt der Arbeit stand die Förderung einer achtsamen Hinwendung zu
den eigenen Emotionen und inneren Zuständen. Mithilfe unterschiedlicher
kunsttherapeutischer Ausdrucksformen wie Malen, dem Arbeiten mit Ton und
Filz sowie der Gestaltung eigener Figuren wurden die Kinder eingeladen, ihre
Wahrnehmung zu vertiefen und eigene Ausdruckswege zu entdecken.
Die kreative Arbeit eröffnete den Kindern einen behutsamen Zugang zu ihrem
inneren Erleben. Durch das Gestalten konnten persönliche Eindrücke sichtbar
und auf positive Weise in eine eigene Ausdrucksform verwandelt werden. Dabei
stand nicht das Ergebnis im Vordergrund, sondern der Prozess des Gestaltens
selbst.
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Projektes war der begleitende sprachliche
Austausch über die entstandenen Arbeiten. Aus dem kreativen Prozess heraus
entstand ein gemeinsames Sprechen, das den Kindern half, ihre Eindrücke zu
sortieren und in Worte zu fassen. Die Sprache wurde dabei als ergänzendes
Ausdrucksmittel eingesetzt, das den persönlichen Erlebnissen Raum gab.
Die Therapeutin begegnete den Kindern mit großer Empathie, Geduld und
Wertschätzung. Durch ihre fachliche Kompetenz konnte sie die kreativen
Prozesse sensibel begleiten und den Kindern helfen, eigene Ressourcen zu
entdecken.





