Schülerinnen und Schüler der ASR+ besuchen YOUniworTH 

YOUniworTH ist eine vom Bildungsministerium geförderte Wanderausstellung der Jugendmigrationsdienste über das Zusammenleben junger Menschen, welche im November im Pfarrgemeindezentrum St. Clemens in Mayen gastierte.  

Einige Klassen unserer Schule ergriffen die günstige Gelegenheit und so besuchten auch wir, die 9e, die interaktive Ausstellung.  Vorort hieß Eva Müller-Irrek uns herzlich willkommen und führte uns von Station zu Station, bevor wir diese selbst ausprobieren durften.  

Zur Einführung wurden einigen Teilnehmerinnen und Teilnehmern kleine Kärtchen überreicht, auf denen Begriffe standen, die in einem Video auftauchten. Auf diese Weise erfuhren wir, dass Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus aller Herren Länder stammen-die Jeans aus Amerika, das Papier aus China, der Kaffee aus Südamerika usw. Aber nicht nur Gegenstände, sondern auch längst vertraute Worte sind oft nicht deutschen Ursprungs, sondern haben einen Migrationshintergrund.  Der Schal beispielsweise kommt aus dem Persischen, wo er genauso heißt.  Während Tisch seine Wurzeln im Griechischen und Tolpatsch wiederum im Ungarischen hat.  

Besonders berührend waren die „Interviews“ mit vier Jugendlichen, die ein Jahr nach ihrer Ankunft in der BRD zu Themen wie Heimat, Wohlfühlen, Zukunft, Familie, Liebe, Freunde und Freizeitaktivitäten befragt wurden. Man konnte via Knopfdruck einen Themenbereich auswählen. Dann ertönte die Stimme der/des Befragten über Kopfhörer, während das Konterfei sich auf dem Bildschirm gerierte, als säße die Person einem live gegenüber. Auch die verschiedensten Gründe für Migration wurden hier mit persönlichen Schicksalen verknüpft und somit greifbar. 

Selbstverständlich durfte das verbindende Element der Musik nicht fehlen. Auch an dieser Station gab es „etwas auf die Ohren“. Hier vermischten sich orientalische Klänge mit Rock und afrikanische Trommeln mit Folk. Sehr spannend. 

An ein aufgehängtes Netz konnten wir selbstgeschriebene Zettel, mit unseren Wünschen und Vorstellungen in Bezug auf das Miteinander hängen.  

An einem Tisch, einem Wimmelbild nachempfunden, durchlebten wir die Herausforderungen Fremder dabei, sich in einer Stadt zurecht zu finden. 

Schließlich durften wir unsere Stadt, Mayen, bewerten und notieren, was wir uns für diesen Ort wünschen. 

Für den Klassenraum übergab uns Frau Müller-Irrek ein großes Plakat, auf dem wir Vorurteile künftig auf ihren Wahrheitsgehalt werden prüfen können. 

O-Ton aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer war: Wir wären gerne noch länger geblieben!